Hanisch fordert schnelle Gesetzesänderung
Ob Spiel-, Bolz- oder Sportplätze: Fast immer sind es Kinder und Jugendliche, die nach Klagen überempfindlicher Anwohner unter behördlich verfügten Nutzungseinschränkungen für die Anlagen leiden. Schon vor mehr als zwei Jahren hat der Landessportbund vor dieser neuen Form der Kinder- und Sportfeindlichkeit in Berlin gewarnt und eine Gesetzesinitiative der Länder angeregt. Inzwischen scheint sich bundesweit Unterstützung zu formieren. “Der neue Vorstoß der CSU in Bayern liegt ganz auf der Linie, die wir mit dem Berliner Senat verabredet haben“, freut sich LSB-Präsident Peter Hanisch und mahnte den Gesetzgeber, rasch ernst zu machen mit einer neuen Lärmschutzverordnung, die endlich zwischen Fluglärm und Kinderlachen zu unterscheiden wisse. “Bereits mit der Rahmengesetzgebung des Bundes werden Weichen gestellt, die einen Prozesshansel beflügeln oder aber bremsen können“, so Hanisch. Der organisierte Sport werde sich bei 80 anhängigen Beschwerden allein in Berlin in dieser wichtigen Frage nicht durch “Symbolhandeln“ der Politik abspeisen lassen. Der LSB will die ausdrückliche Erwähnung von Sportanlagen im neuen Gesetzestext erreichen.

