Resolution der Sport-Umwelt-Kommission des Landessportbundes Berlin
Resolution der Sport-Umwelt-Kommission des Landessportbundes Berlin


Zukünftige Rahmenbedingungen des Sports unter dem Aspekt Sport und Umwelt

  1. Die knapper werdenden natürlichen Ressourcen erfordern ein adäquates Umden­ken bei der Errichtung, der Sanierung und dem Umbau von Sportanlagen. Die Sport-Umwelt-Kommission fordert daher die Aufnahme von ökologischen Kriterien in den einschlägigen Förderprogrammen des Senats von Berlin, z. B. im Schul- und Sport­anlagensanierungsprogramm, Vereinsinvestitionsprogramm (20/60/20) und in der Investitionsplanung.

     

    Dabei sind insbesondere zu berücksichtigen:

    • Ökologische Nachhaltigkeit des Vorhabens,
    • Reduzierung der Flächeninanspruchnahme,
    • Minimierung des Energie- und Wasserverbrauches,
    • Einsatz umweltschonender Technologie,
    • Einpassung des Vorhabens in Natur und Landschaft.

  2. Im Sinne einer vielfältigen Bewegungskultur möglichst breiter Bevölkerungsschich­ten sollen Sportstätten multifunktional (u.a. mit offenen Bewegungsräumen) ausge­richtet sein und nach umweltschonenden Kriterien errichtet und betrieben werden.

     

    Folgende Aspekte sind zu berücksichtigen:

    • Hohe Nutzbarkeit und optimale Auslastung von Sportstätten im Hinblick auf die Anzahl von Nutzern, Nutzergruppen und Nutzungszeiten.
    • Offenheit für vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten bis hin zu Umbau und Rückbau, um neue Nutzungsformen entsprechend der Nachfrage anbieten zu können.
    • Integration der Sportstätten in das Wohnumfeld als soziale Treffpunkte und als Ort zur lokal-öffentlichen Kommunikation.

  3. Die Kommission empfiehlt insbesondere aus stadtentwicklungs- und umweltpoliti­schen Erwägungen heraus, bei den Konzepten und Entscheidungen bezüglich der Großhallen in Berlin Konkurrenzsituationen zu bestehenden und zukünftigen Hallen zu vermeiden. Dazu bedarf es einer genauen Bedarfsanalyse sowie einer ökologi­schen Gesamtbewertung.
  4. Das Präsidium des Landessportbundes Berlin, September 2002




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